Kategorie: Lifestyle

Jedes Mal das Gleiche: Schonwaschgang? 30° oder 40°C? Kochwäsche? Wie wäscht man eigentlich sauber!?

Im Schild des einen Shirts steht “bei 30 Grad waschen” und in dem anderen sind es 40 Grad, aber ich möchte doch beide zusammen waschen.
Und genau das kannst du auch!

Heute werden die größten Waschtipps, -tricks und -mythen genauer unter die Lupe genommen und somit sorgen wir dafür, dass deine (Von Tiling-)Shirts und Hoodies so schön und angenehm zu tragen sind, wie du sie kennst und liebst:

Bei wie viel Grad muss wirklich gewaschen werden?

Um die unnötige Energieverschwendung zu vermeiden, sollte immer bei möglichst niedriger Temperatur gewaschen werden.

Denn die Angaben in den Etiketten sind immerhin nur die maximalen Temperaturen, die die Wäsche aushält.

Für leicht verschmutzte Kleidung genügt 30 Grad Waschtemperatur vollkommen, auch eine Vorbehandlung ist nicht nötig.
Stark verschmutzte Kleidung sollte separat von leicht verschmutzter Kleidung gewaschen werden, auch eine Vorbehandlung (Gallseife oder biologische Alternativprodukte) kann bedacht werden.
Ist man besonders “vorsichtig” oder hat Allergien, kann man, um eine mögliche Bildung von Biofilmen zu vermeiden, auch zu “härteren Maßnahmen” greifen: Dabei reicht es aber schon, ca. einmal im Monat mit einem Hygeniereiniger 40 Grad gewaschen werden.
Von Bleichmitteln raten wir bei unseren schwarzen Motivshirts, aus Gründen des Umweltschutzes und vor allem auch der Langlebigkeit von Motiven, eher ab. Diese Bleichen sind jedoch bei weißer Kleidung die wieder richtig weiß werden soll, oder Bettwäsche, durchaus angebracht.

Handtücher und Bettwäsche können (und sollten) regelmäßig bei bis zu 60 Grad gewaschen werden, ebenso Kinderbekleidung (die ihr bei uns auch demnächst finden könnt). Die Temperatur sollte abhängig vom Verschmutzungsgrad der Wäsche ausgewählt werden. Zur besseren Desinfektion raten wir zur Einhaltung der Maximal-Temperatur laut Label, bei der Bekleidung für Babys. Es gibt auch extra Hygienespüler (selbst von grünen Labels), wenn es besonders (gefühlt) rein werden muss – aber bitte immer die Dosierung beachten! Diese selbst sind nicht immer zwingend sinnvoll, aber wir bleiben da auch dran und schauen, ob sich auf diesem Markt etwas tut. Wir empfehlen aber eine gesunde Skepsis vor “krassen” Reinigern und ein gesundes Vertrauen zur normalen Wäsche und dem stabilen Immunsystem des Körpers.

Tipp:
Stark verschmutzte Kleidung sollte so schnell wie möglich behandelt werden, da man frische Flecken leichter entfernen kann als getrocknete. Also nicht erst warten, sondern gleich ran! Wenn die Flecken sehr schlimm sind, dann sollten sie mit entsprechenden Mitteln vorbehandelt werden. Mehr zum Thema, mit erprobten Tricks und Erfahrungswerten

Was kann zusammen gewaschen werden?

Es ist wichtig, auf das Material des Stoffes zu achten. Robuste und empfindliche Textilien sollten zum Beispiel nicht zusammen gewaschen werden. Handtücher oder Bettwäsche, wie erwähnt gern zusammen bei höheren Temperaturen waschen. Seide und Wolle sind mit besonderer Achtsamkeit zu behandeln. Schaut hier noch einmal in die Etiketten wie die Stoffe behandelt werden dürfen. Seide sollte beispielsweise nicht mit mehr als 30 Grad gewaschen werden.

Die Farbe der Kleidung darf nicht außer Acht gelassen werden. Ratsam ist es, drei einzelne Ladungen für schwarze, weiße und bunte Wäsche zu machen.
Aber Hand aufs Herz,selbst wir trennen oft nur die dunkle und bunte Wäsche mit der weißen. Soviel separate Buntwäsche fällt nicht an bei vielen schwarzen Shirts und wir haben auch nur verhältnismäßig wenig Weiße Shirts im Kleiderschrank. Zudem bleiben die weißen Klamotten dann trotzdem weiß.

Falls ihr genug Wäsche habt, könnt ihr rote Farbtöne unterscheiden, da diese mit schwarzen Farben am häufigsten abfärben. Das Kleidungsstück ist schwarz-weiß zu gleichen Anteilen? Dann wascht es eher bei der weißen Wäsche mit. Die Produzenten der Kleidung (sofern diese nicht aus der Sparte “billig und viel” war) sind meist achtsam genug, dass das Schwarz nicht auf Weiß abfärbt.

Die Wahl des passenden Waschmittels nach Voll-, Color-, Fein- oder Wollwäsche erspart einige Vor- und Nachbehandlung. Dazu noch ein gut gemeinter Rat:
Colorwaschmittel eignet sich am Besten für Buntes und Dunkles, da dieses keine Bleichmittel enthält. Vollwaschmittel hat diese oft enthalten und eignet sich daher gut, um helle Wäsche Weiß zu halten.

Wie wird die Waschmaschine richtig beladen?

Die Waschmaschine darf nicht zu voll beladen werden, weil sie sonst nicht richtig reinigen kann. Eine hochgestellte, gespreizte Hand sollte oberhalb der Wäsche noch in die Trommel passen, dann ist die Dosierung richtig. Bei Fein- oder Wollwäsche sollte die Waschmaschine nur bis zur Hälfte beladen werden, um das optimale Ergebnis zu erreichen. Es lohnt sich allerdings nicht, die Waschmaschine für drei T-Shirts anzustellen! Das ist unnötige Wasser- und Energieverschwendung. Hier rate ich eher zur Handwäsche, da man einen frischen Geruch auch dadurch schon sehr leicht erreichen kann. Übrigens Geruch: Die Wäsche nach dem Waschen gleich aufhängen – entweder daheim auf einem Wäscheständer oder gern draußen.
Bei Sonnen- und Windtrocknung aber bitte aufpassen, während weiße Shirts von der Sonne profitieren und wieder etwas weißer werden, kann farbige und schwarze Kleidung davon ausbleichen. Wir nutzen die Kraft der Sonne übrigens in der Herstellung der Shirts und dem Betrieb des Servers, der euch gerade diesen Blog lesen lässt.

Efeu, Waschnüsse und alternative Waschmittel

Hier halten wir es etwas kürzer: Seit einigen Jahren kann man auch alternative Mittel kaufen zum Waschen, u.a. Waschnüsse, Efeublätter (die aber wieder für Fische giftig sind) und jede Menge Pulver. Hier empfehlen wir euch auch etwas Recherche, da sich die Informationslage recht schnell ändern kann. Problem dabei ist oft der Effekt des “gut gemeint, jedoch mit negativen Nebeneffekten”. So kann eine Waschnuss ganz gut helfen, aber viele wiederum an anderen Stellen, z.b. dem Anbaugebiet, zu großen Problemen führen. Oder Efeublätter sind alleine ganz hilfreich, nutzen es aber sehr viele Menschen können die Effekte nicht absehbar und stark negativ sein.

Aber nicht aufgeben! Es gibt immer eine Alternative und etwas Bildung dazu hilft allen. Teile uns auch gern deine Erfahrungen.
Mehr zu Efeu als Waschmittel übrigens hier

Weichspüler – Ja oder Nein?

Kurz gesagt: Wir raten von Weichspülern ab. Dieser greift die Faserstruktur an, was zwar einerseits winzige “Knötchen” und eine raue Oberfläche der Faser entfernt, jedoch verkürzt es dabei auch Fasern, kann das bilden von Löchern beschleunigen und die Parfümierung ist auch kritisch zu sehen. Ebenso sind auch die Dosierangaben hier oft deutlich über dem, was eigentlich benötigt wäre. Das verschmutzt das Wasser, stört den Reinigungsprozess im Klärwerk und verschmutzt die Flüsse – aber dies kann man in Grenzen halten, wenn man die Dosierung einhält.

PS: Die Kleidung von Von Tiling ist waschfest und hält alle Qualitätsversprechen. Nach dem Waschen sieht unsere Kleidung ganz genau so aus wie vor dem Waschen. Wir wollen euch weiterhin beste Qualität bei maximalem Tragekomfort bieten – Kleidung die ihr mit gutem Gewissen Tragen und Waschen könnt.

 


Hat dieser Artikel euch gefallen? Habt Ihr Anregungen oder Wünsche? Schreibt uns!

Drei T-Shirts für nur 10 Euro!” Was für ein Angebot! Das ist ja zu schön, um wahr zu sein. Für so einen Preis muss man direkt zuschlagen. Aber was ist der wahre Preis für solche Schnäppchen?

Die mediale Berichterstattung umschifft das Thema der Massenproduktion von Textilien leider allzu oft. Ein kleiner Protest im Inland ist eben interessanter als der 10. katastrophale Brand dieses Jahr in einer ausländischen Fabrik, in der auch deutsche Firmen produzieren lassen. Die Marken, die daran Schuld tragen, umgehen das Thema genauso gekonnt, wie die sonstige mediale Landschaft und betonen lieber, wofür sie sich stattdessen sozial engagiert haben. Damit repräsentieren sie ein Bild nach Außen, das in den seltensten Fällen der Wahrheit entspricht.

Wo wird produziert?

Die Textilmassenproduktion findet hauptsächlich in China statt, aber auch die Türkei, Bangladesch, Indien sind beliebte Standorte. In erster Linie werden diese Länder gewählt, weil dort eine hohe Arbeitslosenrate herrscht und somit die Arbeitskräfte extrem preiswert eingestellt werden können. Leider gibt es aber auch zumeist schlechte Arbeitsschutzbedingungen und kaum schlagkräftige Gewerkschaften. Das bedeutet, dass sich die Arbeitskräfte ausgenutzt werden und man wenig Geld in die Sicherheit am Arbeitsplatz oder in die medizinische Versorgung steckt. Noch dazu gibt es nur selten wirksame gesetzliche Richtlinien, die die Auftraggeber einhalten müssen.

Was bedeutet das für die Arbeiter?

Arbeitsunfälle sind an der Tagesordnung. Die medizinische Versorgung ist unzureichend, unter anderem weil die Krankenstationen zu weit entfernt oder überfüllt sind. Durch den unzureichenden Arbeitsschutz müssen viele Arbeiter täglich um ihre Gesundheit bangen. Beim Umgang mit giftigen Chemikalien fehlen oft grundlegende Sicherheitsmaßnahmen, wie z.B. der Mundschutz. Großbrände kommen ebenfalls häufig vor. Dabei sterben meist hunderte Arbeitskräfte durch fehlende Fluchtwege. Hier kannst du mehr zu den Arbeitsbedingungen erfahren.

Einige der Großbrände in den Fabriken oder auch der Einsturz des neunstöckigen Fabrikgebäudes, bei dem mehr als 1.000 Mitarbeiter ums Leben kamen, schaffen es dabei sogar in die deutschen Medienhäuser. Viele Marken ließen in den einsturzgefährdeten Gebäude günstig produzieren, verkauft wurden die fertigen Produkte dann in Deutschland. Etwas anderes als ein wenig Mitgefühl brauchen die Angehörigen der Opfer von den verantwortlichen Firmen nicht zu erwarten. Mehr zu diesem Thema kannst du hier lesen.

Oft unerwähnt in den Berichten bleiben hingegen die mitunter unmenschlichen Arbeitsbedingungen der Angestellten. Bis zu 16 Arbeitsstunden täglich sind der Alltag der Arbeiter, unter denen auch minderjährige Kinder sind, welchen somit die Bildung und spätere Zukunftschancen entzogen werden. Nach einer Recherche der Clean Clothes Campaign werden die Arbeiter so schlecht bezahlt, dass es nicht zum Leben reicht. Gerade einmal 2,6 Prozent des Verkaufspreises der Kleidung sind Lohnanteil. Umso billiger die Mode bei uns ist, umso schwerer haben es also die Arbeitskräfte in den Produktionsländern.
Mehr dazu haben wir bald in einem gesonderten Beitrag bei uns!

Die Arbeiter sind in vielen Fällen in überfüllten Schlafräumen untergebracht, wo es nicht selten zu sexuellen Übergriffen kommt. Das passiert mitunter aber auch während der Arbeit, ohne dass dagegen vorgegangen wird. Grundsätzlich ist die Kinderarbeit zudem immer noch ein großes, ungelöstes Thema.

Was bedeutet das für die Umwelt?

In etlichen Textilien verschiedener Marken wurden giftige und krebserregende Stoffe gefunden. Das vergiftet nicht nur die Gewässer in den Herstellungsländern, sondern durch das Waschen der Textilien auch die Gewässer bei den Endverbrauchern und schädigt letztlich die Gesundheit aller Lebewesen. Jede vierte Fabrik, in der billig produziert wird, leitet das giftige Wasser oft ungeklärt ab, wodurch sowohl Menschen als auch Tiere erheblich gefährdet werden. Die Textilindustrie profitiert von den schwachen Umweltauflagen.

Die Alternativen zur billigen Massenproduktion sind momentan noch begrenzt und werden hoffentlich mit steigenden Druck größer. Bis jetzt sind es nur die kleinen ökologischen Labels, die eine gute und faire Alternative bieten und bei denen die Produktion zurückverfolgt werden kann. Es lohnt sich also auf jeden Fall, diese nachhaltigen Alternativen in Anspruch zu nehmen: Für ein saubere Umwelt und faire Arbeitsbedingungen!

Wir bei VON TILING beschäftigen uns intensiv damit und haben auf eine Produktion unter dem GOTS-Siegel entschieden. Damit stehen wir ein für:

  • keine Zwangs- oder Kinderarbeit
  • faire Arbeitsbedingungen
  • keine gefährlichen Chemikalien
  • geringer CO2-Ausstoß bei der Produktion
  • geringer Energie- und Wasserverbrauch bei der Produktion

Wer unter diesem Siegel produziert, unterzieht sich regelmäßigen Kontrollen aller Betriebe vor Ort und muss strenge Umwelt- und Sozialkriterien erfüllen. Damit garantieren wir, dass bei der Produktion unserer Kleidung kein Schaden an der Umwelt oder am Menschen entsteht.

Nachhaltige und faire Shirts gibt es bei uns:

Info für MALE-STRETCH-SHIRTS in L: derzeit sind diese nicht verfügbar, daher wandeln wir diese in die Nicht-Stretch-Variante.
Ausblenden